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Kinderreporter-Interview mit Kazim Erdogan
Kategorie: Interviews, Nachrichten, Aktuelles
Drei walter-Kinderreporter waren beim Eröffnungsfest der Sprachwoche für den walter unterwegs, um dem Veranstalter der Sprachwoche, Kazim Erdogan, für den walter zu interviewen. Eine von Ihnen, Arbnore Gashi (11 Jahre), genannt Nora, war schon 2008 beim Interview von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky dabei, sie hat also schon Erfahrung als Kinderreporter. Die beiden anderen, Erkan Kocadede (12 Jahre) und Nadine El-Ayonnei (8 Jahre) sind zum ersten Mal dabei. Alle drei gehen auf die Hugo-Heimann-Grundschule. Und wir hoffen, sie werden noch öfter als Kinderreporter in der Gropiusstadt unterwegs sein – früh übt sich!
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Kinderreporter interviewen Kazim Erdogan, den Organisator und Initiator der Sprachwoche in Neukölln

Nadine:
Guten Tag, Herr Erdogan, wir möchten Sie gern für den walter interviewen!!

Kazim Erdogan: Ja, gern!

Nora:
Herr Erdogan, wie kamen Sie auf die Idee, die Sprachwoche zu organisieren?

Kazim Erdogan:
Wie kam ich auf die Idee? Es wird in unserer Gesellschaft zu wenig gesprochen und zu wenig gelesen, und man redet nicht mehr und man unterhält sich miteinander nicht mehr, und die Kommunikation bzw. die Sprache ist der größte Reichtum der Menschheit. Und ich wollte das nicht hinnehmen. Also habe ich mir gesagt, 'organisiere mal eine Woche der Sprache und des Lesens in Neukölln'. Und wenn das gut klappt, dann ist es gut, und wenn es nicht klappt, dann hat man es wenigstens versucht. Und es hat wunderbar funktioniert und deshalb machen wir immer weiter.

Erkan: Wo kommen Sie her?

Kazim Erdogan:
Ich komme aus der Welt her, weil sie unsere gemeinsame Welt ist. Geboren bin ich in der Türkei. Mit 21 Jahren bin ich nach Berlin gekommen und lebe seit 36 Jahren hier. Ich bin ein Berliner!

Erkan:
Wo haben Sie gelernt, so eine große Veranstaltung zu organisieren.

Kazim Erdogan:
Ich habe es nirgendwo gelernt, ich habe nur den Wunsch gehabt, es zu versuchen. Wenn man etwas versucht, kann es schief gehen. Wenn man aber gar nichts versucht, kommt kein Projekt zustande. Man muss Selbstvertrauen haben und vom Positiven ausgehen. Man muss sich sagen, ‚ich schaffe das, ich habe die Kraft und ich nehme mir die Zeit.’ Dann kommt der Rest von selbst.

Nora:
Wie gefällt Ihnen die Gropiusstadt?

Kazim Erdogan:
Berlin gefällt mir sehr, deshalb lebe ich seit 36 Jahren hier. Und die Gropiusstadt gefällt mir besonders gut, weil ich ja nur 1 ½ km von hier entfernt wohne, in Rudow! Und deshalb ist die Gropiusstadt ein Teil meiner Heimat.

Erkan: Lesen Sie gerne?

Kazim Erdogan:
Ich lese sehr gern, aber meistens habe ich keine Zeit, weil ich ja dafür sorge, dass die anderen lesen sollen und ich die Sprachwoche organisiere. Aber wenn ich Zeit habe, lese ich immer. Im Moment habe ich 30 Bücher, die alle auf mich warten. Und wenn der Stress vorbei ist, fange ich sofort an.

Nora: Was ist ihr Lieblingsbuch?

Kazim Erdogan:
Im Moment ist mein Lieblingsbuch das, was ich gerade selber schreibe. Aber mich interessieren alle möglichen Bereiche: Gesellschaft, Politik, Sprachen, Gedichte! Mein Lieblingsautor ist Aziz Nesin. Deshalb lese ich auch während der Sprachwoche seine Gedichte vor.

Erkan:
Warum finden Sie die Sprachwoche so wichtig für Neukölln?

Kazim Erdogan:
Ich finde die Sprachwoche nicht nur für Neukölln wichtig, sondern für die gesamte Bundesrepublik. Ich finde man sollte überall Sprachwochen organisieren, weil viele Probleme entstehen, wenn man nicht miteinander kommuniziert. Und wir reden immer weniger miteinander, wir lesen immer weniger und sitzen nur noch vor der Glotze oder vor dem Computer, und das ist eine andere Welt. Es ist immer noch so: Trotz der Technik ist die Sprache der größte Reichtum, den die Menschen haben, und deshalb muss man solche Wochen überall organisieren, nicht nur in Neukölln. Aber weil ich in Neukölln lebe, möchte ich besonders gern, dass die Neuköllnerinnen und Neuköllner Bücher lesen und sich mit Literatur und Sprache beschäftigen.

Nadine: Vielen Dank Herr Erdogan für das Interview!

Kazim Erdogan: Ich danke! Und Euch viel Erfolg!

 







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Die Aktionen zu „100 Jahre Bauhaus“ in der Gropiusstadt, 2019
 

ACHTUNG

Gropiusstädter Einrichtungen sind unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln
folgendermaßen wieder geöffnet:

Das Foyer des Gemeinschaftshauses ist für die Ausstellung Di - Sa von 10 - 21 Uhr geöffnet.
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Der Verein ImPuls steht für telefonische Beratung
weiter zur Verfügung Mo-Fr unter 90239-1415 und 0163 2100 582.
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Das Frauen-Café Gropusstadt: Telefonische
Beratung unter 602 46 17 oder per E-Mail unter frauencafe-berlin@gmx.de
zur Verfügung. Gruppenangebote für bis 5 Personen sind möglich
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Der Nachbarschaftstreff Waschhaus-Café ist ab Montag, 25.05.2020,
wieder eingeschränkt geöffnet. Weiter Informationen zur Öffnung unter Tel. 303 614 12
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Das Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee ist ab Montag, 25.05.2020,
wieder eingeschränkt geöffnet.
Mo - Fr von 12 bis 20 Uhr eingeschränkt für Gruppen.
Was das bedeutet und wie die Öffnung genau aussieht,
könnt ihr gern ab 12 Uhr telefonisch unter 661 62 09
oder auch per E-Mail unter team@wutzkyallee.de erfragen.
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Offene Sprechstunden der Bürgerhilfe finden wieder statt!
Dienstags 10-12 Uhr, donnerstags 10-12 Uhr.
Lipschitzalle 70
Tel. 60250908.
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Selbsthilfezentrum Lipschitzallee 80 und Löwensteinring 13a ist für Selbsthilfegruppen und Kurse bis 5 Personen geöffnet.
Einzelberatungen nach tel. Anmeldung unter 605 66 00
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Stadtvilla Global mit neuem Wochen-/Angebotsplan geöffnet. Bitte erfragen unter Tel. 603 10 80.
Der Mädchenladen im Gemeinschaftshaus bleibt leider noch geschlossen.
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Lipschitzkids bieten ein eingeschränktes Angebot und vor allem draußen. Tel. 29 36 88 43
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Wilde Hütte bieten Programm für max. 6 BesucherInnen. Der offene Bereich ist noch geschlossen. Tel. 604 10 93
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Jugendclub Ufo. Bitte vorher anmelden am Tag des Besuches zwischen 10-14:00 Uhr unter 60 33 355. Max. 6 Personen gleichzeitig.
Pro Anmeldung gibt es ein Besuchszeitfenster von 2 Stunden. Bei Eintritt muss ein Ausweis (Schülerausweis, Personalausweis) und eine Telefonnummer eines Erziehungsberechtigten vorgezeigt werden.
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Diakonie Haltestelle Neukölln Süd. Ab 02.06.: Mo.-Fr. von 9 bis 17 Uhr für telefonische Anfragen/ Beratungen und nach Terminvereinbarung auch wieder persönliche Beratungen. Unsere offene Sprechstunde bleibt noch geschlossen, Gruppenangebote für Menschen mit einem Pflegegrad ebenfalls. Tel. 39 20 62 91.