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Essen in Neukölln - 9

Pflanzen die verbinden - Straßengärtnerei im Schillerkiez

Die Stadt als offener Obst- und Gemüsemarkt. Ein wunderbarer Gedanke, der in so manchen Köpfen und Herzen unserer Zeit lebt und Anfang dieses Jahres durch Brigitte Ella seinen Weg zur neuen GärtnerInnengruppe der Warthestraße fand. Die Geschichte dieser Idee rund um den Wartheplatz und seine NachbarInnen ist ein wenig älter, aber nun ist sie reif, um in die Tat umgesetzt zu werden.

Anfang April, als der Frühling noch auf sich warten ließ, lud Eva Eichert, Leiterin des Warthe-Mahls, Anja Fiedler von der Initiative „Stadt macht satt“ ein, um ihre Erfahrungen aus der Gärtnerei im öffentlichen Raum mit den AnwohnerInnen zu teilen. Offensichtlich war es ein sehr inspirierender Vortrag, denn am selben Abend gründete sich eine Gruppe, die sehr schnell mit den Vorbereitungen eines „interkulturellen Hängegartens in der Warthestraße“ begann.

Unter dem Namen „PflanzBar“ suchen sie vor allem die nachbarschaftliche Begegnung und Zusammenarbeit. Marieke Piepenburg und Stephan Hartmann, zwei der Gründer dieser Idee, sind fest davon überzeugt, dass „die gemeinsame Leidenschaft für das Säen, Ernten und Verzehren der Pflanzen Verbindungen zwischen Menschen schafft“. Und noch bevor die Aussaat überhaupt begonnen hatte, war diese Verbindung bereits deutlich zu spüren. Selbst diejenigen, die sich aus dem einen oder anderen Grund nicht beim Anpflanzen beteiligen wollten, spendeten z.B. Blumenkästen oder Tontöpfe. Auch eine Bauplane, Malervlies, Eierkartons, Tetrapaks und Stumpfhosen wurden beigetragen. Materialien, die – auch wenn nicht sofort einleuchtend – von großer Bedeutung für die Umsetzung dieses Projektes sind.

Die Pflanzen werden zuerst zuhause, in Eierkartons und kleinen Blumentöpfen hochgezogen, um anschließend ausgepflanzt zu werden. Während dieses Zeitraums werden die Pflanzgefäße für die spätere Auspflanzung erstellt und gestaltet. Recycelte Tetrapakkartons werden aufgeschnitten und mit alten Strumpfhosen witterungsbeständig gemacht. Denn, wie Marieke und Stephan von der Erfahrung der Initiative „Stadt macht satt“ lernen konnten, würden die Kartons ohne zusätzliche Beschichtung nicht lange halten. Aus diesem Grund werden sie mit Strumpfhosen und lösungsfreiem Kleber beschichtet. Der nächste Schritt ist, aus der Bauplane und dem Vlies Pflanztaschen zu nähen, um diese beispielsweise am Käfig um den Fußballplatz am Wartheplatz aufzuhängen.

Nachdem die Jungpflanzen herangewachsen waren, wurd eine besondere Auspflanzung organisiert. Am Samstag, den 25. Mai, wurd unter dem Namen „EssBar – ein Fest(essen)“ gemeinsam am Wartheplatz gepflanzt, gegessen und Musik genossen. Es war eine Veranstaltung, an der sich jede und jeder beteiligen konnte. Ein Straßenfest mit Musik, Informationen und gemeinsamen Essen.

Nun hängen sie, die Pflanzen. Und auch wenn vorab der regnerische Mai das gießen übernimmt, muss der hängende Garten gemeinsam von der Nachbarschaft gepflegt werden.

Autor/Kiezreporter: Michael Zambrano


Kontakt: Marieke Piepenburg
E-Mail: marieke.piepenburg@gmail.com

Dieses Projekt wurde gefördert mit Mitteln des Programms Soziale Stadt

Die Aktionen zu „100 Jahre Bauhaus“ in der Gropiusstadt, 2019
 

ACHTUNG

Gropiusstädter Einrichtungen sind während der Corona-Pandemie folgendermaßen erreichbar:

Das  Gemeinschaftshaus ist derzeit geschlossen.
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Der Verein ImPuls steht für telefonische Beratung
weiter zur Verfügung Mo-Fr unter 90239-1415 und 0163 2100 582.
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Das Frauen-Café Gropusstadt: Telefonische
Beratung unter 602 46 17 oder per E-Mail unter frauencafe-berlin@gmx.de
zur Verfügung.
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Der Nachbarschaftstreff Waschhaus-Café ist erreichbar unter Tel. 303 614 12
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Das Nachbarschaftszentrum Wutzkyallee ist telefonisch unter 661 62 09
oder auch per E-Mail unter team@wutzkyallee.de erreichbar
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Telefonische Sprechstunden der Bürgerhilfe:
Dienstags 10-12 Uhr, donnerstags 10-12 Uhr.
Tel. 60250908.
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Selbsthilfezentrum Lipschitzallee 80 und Löwensteinring 13a.
Einzelberatungen nach tel. Anmeldung unter 605 66 00
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Stadtvilla Global. Angebote für feste Gruppen. Bitte erfragen unter Tel. 603 10 80.
Der Mädchenladen im Gemeinschaftshaus bleibt leider noch geschlossen.
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Lipschitzkids bieten ein eingeschränktes Angebot und vor allem draußen. Tel. 29 36 88 43
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Wilde Hütte. Angebote finden für bis zu 10 Mädchen statt. Tel. 604 10 93
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Jugendclub Ufo. Bitte vorher anmelden am Tag des Besuches zwischen 10-14:00 Uhr unter 60 33 355.
Pro Anmeldung gibt es ein Besuchszeitfenster von 2 Stunden. Bei Eintritt muss ein Ausweis (Schülerausweis, Personalausweis) und eine Telefonnummer eines Erziehungsberechtigten vorgezeigt werden.
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Diakonie Haltestelle Neukölln Süd. Ab 02.06.: Mo.-Fr. von 9 bis 17 Uhr für telefonische Anfragen/ Beratungen und nach Terminvereinbarung auch wieder persönliche Beratungen. Unsere offene Sprechstunde bleibt geschlossen, Gruppenangebote für Menschen mit einem Pflegegrad ebenfalls. Tel. 39 20 62 91.